Merry Christmas

Ich wünsche euch allen frohe Weihnachten, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Schaut auch in 2015 mal wieder hier vorbei.

Seid gegrüßt und genießt die Tage zwischen den Jahren,

euer Kittelträger

Frohe Weihnachten!

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Yabadabadoo!

… um es mal mit den Worten von Fred Feuerstein zu sagen. Das achte Physio-Testat ist bestanden und das bedeutet: das Physio-Praktikum ist Geschichte! Wieder ein Schein mehr. 🙂

Und außerdem waren das jetzt alle noch übrigen Testate vor Weihnachten. Die nächste Prüfung steht erst wieder in über einem Monat an. Was für ein Gefühl! So entspannt war ich seit Anfang des Semesters nicht mehr. Die Gewissheit, jetzt einfach 1,5 Wochen nichts für die Uni tun zu müssen ist sagenhaft.

Morgen noch drei Stunden Präp-Kurs, aber ganz entspannt. Dann stehen in den nächsten Tagen drei Schichten auf der Rettungswache an. Und da freu ich mich wirklich drauf! Außerdem haben Thea und ich gestern unseren ersten von wahrscheinlich zwei Ski-Ausflügen für diese Saison gebucht …

Einfach nur toll gerade … jetzt kann es endlich Weihnachten werden!

P.S.: Jetzt habe ich auch endlich Zeit Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Ist ja noch eine Woche.

Unglaublich!!!

Liebe Leute, heute ist ein toller Tag! Das heutige Situs-Testat lief einfach perfekt. Wie bei jedem mündlichen Präp-Kurs-Testat musste ich zunächst fünf Strukturen am Körperspender zeigen. Schon die waren wirklich machbar: Zwerchfell, V. brachiocephalica dextra, N. ilioinguinalis, Fossa ovalis und dann das Lig. arteriosum Botalli. Die letzte Struktur benutzte der Prüfer, der Leiter des Präp-Kurses und des gesamten Körperspendewesens an meiner Uni und einer der besten Prüfer, die man sie nur vorstellen kann, als Überleitung zur den Theorie-Fragen: „Welche physiologische Bedeutung hat das Lig. arteriosum denn?“ Ich darauf: „Das ist der obliterierte Ductus arteriosus Botalli, ein physiolischer Recht-Links-Shunt zwischen Truncus pulmonalis und Aortenbogen im Rahmen des fetalen Kreislaufs. Soll ich gleich noch etwas zum fetalen Kreislauf erzählen?“ Er grinste mich an und auf sein „Ja bitte!“ musste ich mir ebenfalls ein freudiges Grinsen unterdrücken. Der fetale Kreislauf, eines meiner Lieblingsthemen. Ich hatte genau dieses Thema für ein Referat im Präp-Kurs vorbereitet und schmiß ihm jetzt alle Fakten um die Ohren bis mir nichts mehr einfiel. Danach sollte ich ihm die embryologische Entwicklung der Niere erklären. Auch das klappte wunderbar. Darauf er: „Und dann gehen wir nochmal eine Etage tiefer. Erzählen Sie mir noch was zur Defäkation bzw. warum wir in aller Regel dicht sind“ (Das hat er wirklich so gesagt 😉 ). Also Zielgerade. Ich konnte ihm das gesamte Kontinenzorgan mit allen Bestandteilen (Sphinkter, Plicae, Sinus anales etc.) aufzählen, woraufhin ihm nichts mehr einfiel und er mir nach 13 Minuten Testat gratulierte und mir noch eine schöne Weihnachtszeit wünschte.

Mit Sicherheit lag dieses Ergebnis aber auch an der Atmosphäre, die mein Prüfer während des Testats ausstrahlte. Beginnend bei der Begrüßung per Handschlag und der Frage, wir es mir denn so gehe, seiner natürlichen Freundlichkeit während des ganzen Testats, seinem zustimmenden Nicken. Im Nachhinein kann ich sogar behaupten, das mir das Testat, was weniger Prüfung denn einfach ein angenehmes Gespräch war, tatsächlich Spaß gemacht hat, so komisch das klingt. Das war so ein Moment, in dem ich mir endlich einmal wieder dachte: „Ja verdammt … Und genau deshalb studierst du das, was du studierst!“

Jetzt muss morgen Nachmittag nur noch das Physio-Testat zum Thema Sensorik und Reflexe klappen, dann ist das Phsysiologie-Praktikum bestanden und es kann Weihnachten werden. Ich freue mich so tierisch darauf, einfach mal eine Woche nichts für die Uni tun zu müssen und wünsche auch euch eine schöne Rest-Adventszeit und schöne Weihnachtstage.

Bis bald,

euer über beide Ohren grinsender Kittelträger.

Noch drei Tage bis Tag X

Brust, Bauch, Becken … Brust, Bauch, Becken … Brust, Bauch, Becken … Abgänge der A. mesenterica superior, Abgänge der A. iliaca interna: A. umbilicalis, A. uterina, A. vesicalis inferior … Truncus sympathicus … Plexus hypogastricus inferior … Embryologische Entwicklung des Herzens …

Kennt ihr dieses Gefühl? Den ganzen Tag spuken irgendwelche Begriffe durch den Kopf und man versucht sie irgendwie zu ordnen. Morgens in der Uni, nachmittags am Schreibtisch, abends im Bett, nachts … sie rauben einem dem Schlaf. Und wie verrückt sucht man nach einer Lösung, einem Zusammenhang, wenn mal ein Begriff im Kopf auftaucht, mit dem man gerade nichts anfangen kann. Und denkt sich: „Verdammt, ich habe zu wenig gelernt.“

Genau so geht es mir gerade. Der Grund ist das anstehende dritte Präp-Kurs-Testat am Montag. Dieses mal wird mein Anatomie-Wissen zum Thema Brustsitus, Bauchsitus, Beckensitus und Retroperitonealraum auf die Probe gestellt.

Mit dem Lernzielkatalog bin ich inzwischen durch, bin eigentlich nur noch am wiederholen. Jetzt sitze ich gerade im Bett und während ich diesen Post schreibe kommt schon wieder mein innerer Schweinehund an und sagt mir: „Du hättest noch mehr lernen können“. Wobei ich glaube, damit hat er nicht recht. Irgendwann ist auch mal gut. Heute rühre ich kein bisschen Anatomie an. Die Stunden heute Nachmittag haben gereicht. Nicht mehr um diese Uhrzeit.

Und trotzdem drehen sich meine Gedanken derzeit eigentlich ausschließlich um Montag. Da beginnt auch gleichzeitig die letzte Woche vor den Weihnachtsferien. Das Bauchgefühl freut sich auf die Weihnachtszeit und auf das „einfach mal eine Woche nichts für die Uni tun müssen“, zumindest bis nach den Weihnachtsfeiertagen. Der Kopf mahnt aber an: „Du hast noch zwei Testate bis dahin. Anatomie am Montag und Physiologie am Dienstag.“

Wieder eins weniger

Auch wenn die Vorbereitung auf die Präp-Kurs-Testate den größten Teil der Schreibtischarbeit für sich beansprucht – den Wochenrhythmus geben die Testate im Physiologie-Praktikum vor. Jeden Dienstag steht eines an. Heute war es der Versuch zum Thema Niere, Wasser- und Elektrolythaushalt. Und … olé olé … alles was ich zum Bestehen des Testats wissen musste war der Normbereich der Harnstoff-Konzentration im Serum. 3,3 – 8,3 mmol/l. Bestanden!

Besonders spannend aber, wie der Prof. seine Testate durchführt: Wie ich ja schon geschrieben hatte, führen die meisten Dozenten ihre Versuchstestate als kurze schriftliche Tests mit zwei oder drei Fragen durch. Anders dieser Prof.: Er steht zu Versuchsbeginn an der Eingangstür zum Praktikumsraum und fragt jeden Studenten mündlich. Jeder muss entweder einen Normwert für Konzentrationen im Serum nennen oder irgendwelche Parameter der Niere und des Urins oder die hormonelle Regulation der Urinausscheidung (Aldosteron, ADH etc.) erklären. Weiß man die Antwort nicht, fragt er einfach noch einen anderen Wert. Und weiß man den auch nicht fragt er zur Not auch noch einen dritten. Nur wenn er merkt, dass man sich wirklich überhaupt nicht vorbereitet hat fällt man durch – was heute bei keinem passiert ist. Einfach ein tiefenentspannter Prof.

Sechs Physio-Testate sind erledigt. Bleiben als noch drei. Wenn ich die nächsten zwei bestehe muss ich zu dem einen Versuchstag, der nach Weihnachten noch übrig ist gar nicht mehr gehen. Acht bestandene Testate reichen aus.

Und der Countdown bis Weihnachten läuft auch: noch drei Testate, zweimal Physio, einmal Präp-Kurs.