In 15,5 Stunden …

Zugegeben: Es war etwas still geworden hier. In meinem letzten Artikel hatte ich euch frohe Weihnachten und einen guten Rutsch gewünscht. Ich hoffe ihr konntet die Feiertage genießen und seid erfolgreich in das neue Jahr gestartet.

Nun ist das ganze aber auch schon wieder eine ganze Weile her, in der ich mich nicht gemeldet habe. Was ist seit dem passiert?

Zum einen waren Thea und ich Skifahren. In Davos Klosters dieses Mal und wieder einmal haben wir einen tollen Tag auf den Pisten verbracht. Im Laufe des Vormittags verschwanden die zunächst noch herumhängenden Wolken und gaben den Blick auf einen strahlend blauen Himmel frei, was jedoch leider dazu führte, dass die Pisten auf dem Süd-Ost-Hang relativ schnell zu Buckelpisten wurden und man aufpassen musste, dass man nicht alle Nase lang in einem sülzigen Tiefschnee-Hügel, den man übersehen hatte, stecken blieb.

Im nördlichen Teil des Skigebiets hatten die Wolken allerdings länger durchgehalten und bei -16° wehte ein eisiger Wind. Zwar nicht so schön fürs Auge wie auf den südlichen Pisten, dafür hatte ein Großteil der Skiwütigen an diesem Tag die nördlichen Pisten gemieden, die deshalb auch noch am Nachmittag in einer super präparierten Zustand waren – allerdings mit bockhartem Schnee.

Als letzte Abfahrt des Nachmittags stand dann die 12 km lange Talabfahrt an, und wie zu erwarten – sie liegt im Norden – war die Piste wie leer gefegt. Je weiter wir uns allerdings dem Tal näherten, desto vereister wurde die Piste und desto widriger wurden die Sichtverhältnisse. Bis hin zum Blindflug, bei dem wir beim Blick nach unten zu den Skiern entweder feststellten, deutlich schneller oder deutlich langsamer unterwegs zu sein, als gedacht, machte doch der Wind es einem wirklich schwer bei Null Sicht die eigene Geschwindigkeit einzuschätzen. Da endete der ein- oder andere Ziehweg schonmal im Skating. Als wir dann unten im Tal ankamen glich die Piste auf den letzten Metern einer einzigen Eisfläche. Als wir am Bus eintrafen erfuhren wir von den nach uns kommenden, dass nur ca. fünf Minuten nach uns die Talabfahrt wegen der Pistenverhältnisse gesperrt worden war und einige Minuten darauf wegen des böigen Winds auch ein Teil der Gondelbahnen und Lifte. Nichts desto trotz: Ein toller Tag!
Hütte am Kreuzweg

Jetzt aber zum Titel des Artikels: Was ist denn in 15,5 Stunden?

Was auf den wunderschönen Tag bei Skifahren folgte, endet bzw. endete heute Abend. Wieder einmal gehen 3,5 Wochen Vorbereitung auf das nächste, morgen früh anstehende Präp-Kurs-Testat zu Ende. Während ich jetzt hier im Bett liege, den Laptop auf meinen Oberschenkeln, steigt stetig die Aufregung wegen morgen. Thema ist Kopf/Hals. Ein scheinbar relativ kleines Präparationsgebiet – im Vergleich zu Situs, Rumpfwand oder Extremitäten. Aber eines, dass es in sich hat. Auf „kleinstem“ Raum eine Unmenge an Gefäßen und Nerven. Die 12 Hirnnerven z.B. mit ihren jeweiligen Kerngebieten im Hirnstamm und sämtlichen Nervenästen. Gerade bei Nerven wie dem N. trigeminus, facialis, glosspharyngeus und vagus sind das eine ganze Menge. Oder: sämtliche Durchtrittsstellen von Gefäßen und Nerven durch die Schädelbasis … Ein Traum, hoffentlich kein Albtraum.

Das alles wird morgen um 9:30 Uhr noch einmal auf die Probe gestellt. Noch weiß ich nicht, welchen Prüfer ich bekommen werde. Das erfahre ich, wie immer, erst morgen früh um 8:00 Uhr, was das verdammt mulmige Gefühl im Magen nicht gerade verbessert, weiß man doch von einigen Prüfern, dass sie die Fähigkeit besitzen, sämtliche Aufregung im Testat auf einmal verfliegen zu lassen und die für ihre angenehmen Fragen und wohlwollenden Benotungen bekannt sind (so wie mein Prüfer im Situs-Testat). Die Prüfer, bei denen ein Anatomie-Testat richtig Spaß machen kann. Auf der anderen Seite kennt man aber auch die Geschichten der Prüfer, die weiter nachhaken, wenn man nicht mehr weiter weiß, die Aufregung eher noch verschlimmern und am Ende streng benoten.

Egal wie das morgen ausgehen wird: Ich bin froh, wenn dieser Kursabschnitt rum ist und 3,5 Wochen Vorbereitung nach den 10 Minuten Testat vorbei sind. Und so morgen früh alles gut geht ist es dann nur noch ein schriftliches Testat auf dem Weg zum Ziel „Präp-Kurs-Schein“.

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