Kein zurück mehr

Wie die Zeit vergeht … Es kommt mir fast noch wie gestern vor, als ich das Kursskript für den Präpkurs bekommen hatte. Wir waren alle angespannt und hatten die Befürchtung, eventuell an dieser größten Herausforderung in der Vorklinik scheitern zu können.

Und heute, gerade vor ein paar Stunden, habe ich meinen Antrag auf Zulassung zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung an das Landesprüfungsamt abgeschickt. Tatsächlich geht es jetzt also in großen Schritten auf das Physikum zu.

Für alle die in der Materie Medizinstudium nicht so weit drinstecken: Das Physikum ist das erste Staatsexamen im Lauf des Studiums. Wenn man alle Lehrveranstaltungen der Vorklinik erfolgreich besucht hat, das vorgeschriebene 90-tägige Krankenpflegepraktikum und eine Ausbildung in Erster Hilfe nachweisen kann, stellt man den Zulassungsantrag an das Landesprüfungsamt (das ist die Behörde, die für die Zulassung und die Organisation der Staatsexamen, das Ausstellen von Prüfungszeugnissen usw. zuständig ist) und bekommt, wenn der Antrag formgerecht gestellt wurde, einen Zulassungsbescheid für den Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung.

Das Physikum selbst besteht dann aus einem schriftlichen und einem mündlichen Prüfungsteil. Im schriftlichen Teil werden in insgesamt 320 Multiple-Choice-Fragen an zwei Tagen die Fächerkombinationen Anatomie/Biologie, Physiologie/Physik, Biochemie/Chemie und Psychologie/Soziologie geprüft. Das mündliche Physikum findet ein paar Wochen nach dem schriftlichen statt. Dabei werden jeweils drei Studenten mündlich von einer Prüfungskommission geprüft. Jede Kommission besteht aus einem Anatomen, einem Physiologen und einem Biochemiker der Uni, an der man studiert. Jeder Prüfling muss dabei zu jedem der drei Fächer rund 15 Minuten lang Fragen beantworten, wobei für die Anatomie ein zusätzlicher praktischer Prüfungsteil vorgesehen ist. Dabei kann der Prüfling je nach Belieben des Prüfers am Körperspender zu Strukturen gefragt werden, die er dann zeigen, benennen und erklären können muss, oder auch am Mikroskop zu histologischen Präparaten.

Das ganze erwartet mich dann im Herbst, das schriftliche Physikum Mitte August, das mündliche Anfang/Mitte September. Bis zur Scheinfreiheit für das Physikum fehlen mir jetzt nur noch zwei Scheine, Biochemie und Physiologie, die ich hoffentlich am 7. Juli nach den letzten Klausuren auch haben werde.

2 Gedanken zu „Kein zurück mehr

  1. Hallo,
    dein Blog gefällt mir sehr gut. Ich studiere auch Medizin und kann viele deiner Beiträge nachvollziehen. Mach weiter so und vor allem schon mal viel Erfolg fürs Physikum!
    Viele Grüße

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