On the nightshift …

1:50 Uhr, „Mittagspause“.

Ich verbringe gerade meine letzte Schicht in diesen Semesterferien auf der Rettungswache, bevor es dann am Montag mit dem 5. Semester losgeht.

Der RTW, auf dem ich heute einen großen Teil der Nacht verbringe ist das „Arbeitstier“ meiner Wache, nicht umsonst trägt er manchmal den Beinamen „1/83-bück dich“. Nachts sind in meiner Heimatstadt auf drei Wachen insgesamt vier RTWs im Dienst, die Außenwachen mal nicht dazugezählt. Einer davon, meiner heute Nacht, ist ein so genannter „innerklinischer RTW“. Sieht aus wie ein RTW, ist besetzt wie ein RTW und ist ausgestattet wie ein RTW, nur ist er tagsüber vor allem für RTW- und Notarzt-Verlegungen im Stadtgebiet und nicht für Notfalleinsätze zuständig. Da allerdings nicht so viele überwachungs- oder intensivpflichtige Patienten über den Tag hinweg verlegt werden müssen wird er außerdem für Krankentransporte eingesetzt, auch wenn er dafür ziemlich überqualifiziert ist.

Nachts bekommt der „IKL“ eine Sonderrolle. Hier ist er das Mädchen für Alles. An manchen Wochentagen ist er das einzige Fahrzeug in der Stadt, welches Krankentransporte durchführt. Außerdem ist er natürlich auch für seine eigentliche Aufgabe da: die RTW- und Notarzt-Verlegungen. Wenn Not am Mann ist fährt er – in letzter Zeit immer häufiger – außerdem auch noch Primärrettung. Und wenn noch mehr Not am Mann ist, dann wird er schnell mal zum Notarzt-Zubringen für irgendeinen Reserve-Notarzt. Alles in allem also ziemlich viele Aufgaben für ein Fahrzeug in 12 Stunden.

Und so läuft bisher auch die heutige Nacht. In der ersten Schichthälfte stattliche sechs Fahrten, davon zwei Primäreinsätze, eine RTW-Verlegung und drei Krankentransporte. Ich hoffe in der zweiten Nachthälfte wird es etwas ruhiger, auch wenn ich eher Gegenteiliges befürchte, da heute ja Freitag-Nacht ist und – ich sagte es ja schon: „Mädchen für Alles“.

Mein bisheriger Rekord in dieser Schicht liegt übrigens bei 13 Fahrten in 12 Stunden … nachts.

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