cand. med. – Tschüss Vorklinik!

Am Donnerstag um 17:30 Uhr war es vollbracht: Der mündlich-praktische Teil des Physikums ist vorbei, ich habe bestanden, konnte meine wirklich mehr als zufriedenstellende Note aus dem Schriftliche halten und habe die Vorklinik endlich erfolgreich abgeschlossen. Der Kitteltäger ist zum „cand. med“ geworden.

Nachdem ich am Donnerstagabend nach 3,5 Stunden Prüfung – von der ich zwar selbst nur ungefähr 50 Minuten geprüft wurde, aber trotzdem natürlich dauerhaft angespannt war – einfach völlig platt und erschöpft war, kann ich jetzt endlich meine Freizeit genießen. Es ist einfach ein wunderbares Gefühl morgens nach dem Ausschlafen in den Tag hinein leben zu können, nicht an der Schreibtisch zu müssen, nicht sich dauerhaft über die Prüfung Gedanken machen zu müssen? Habe ich genug gelernt? Reicht das? Könnte ich noch mehr lernen? Muss ich ein schlechtes Gewissen haben, wenn ich heute jetzt schon mit dem Lernen aufhöre?

Dieses Gefühl kann ich mir jetzt noch die nächsten fünf Tage gönnen. Dann steht in erster Linie Geld verdienen an. Den Rest der Semesterferien werde ich noch auf meiner Rettungswache arbeiten. Und auch wenn das dann Schichtdienst und frühes Aufstehen bedeutet, nach 2,5 Monaten Physikumsvorbereitung und dem ganzen Prüfungsstress freue ich mich darauf wirklich.

Advertisements

Motivation

Die freien Tage nach dem schriftlichen Physikum haben gut getan. Nach den beiden Prüfungstagen war erstmal gehörig die Luft raus. Inzwischen stecke ich aber schon wieder mitten in der Vorbereitung auf das Mündliche.

Momentan besteht das tägliche Lernen vor allem darin, das was ich schon fürs Schriftliche gelernt hatte zu wiederholen und nicht wieder zu vergessen. Übermorgen, pünktlich zwei Wochen vor meinem Prüfungstermin, erfahre ich dann auch meine Prüfer: ein Anatom, ein Physiologe und ein Biochemiker.

Außerdem gibt es übermorgen und am Freitag jeweils nochmal einen Übungstermin im Mikroskopiersaal und im Präpsaal. In den Histo-Präparaten orientieren, Färbungen richtig zuordnen, Köhlern üben, sich am Körperspender wieder zurechtfinden. Das letzte Mal im Präpsaal war ich schließlich vor fast einem halben Jahr, das letzte Mal selbst mikroskopiert habe ich im 2. Semester.

Wenn ich meine mündlichen Prüfer weiß, kann ich mich dann auch im Gegensatz zum momentanen allgemeinen Wiederholen, gezielter auf die Prüfung vorbereiten. Jeder Prüfer hat zum Glück seine Lieblingsthemen, fragt manche Inhalte besonders gern ab oder lässt manche Themen fast komplett weg.

Ich muss allerdings auch zugeben, dass es nach dem überstandenen schriftlichen Physikum schon eher ein Zwingen ist, mich jeden Tag wieder für Stunden an den Schreibtisch zu setzen und das nochmal zu lernen, was man eigentlich schon davor gelernt hatte – einfach immer wieder, um es nicht zu vergessen. Mit dem Unterschied, dass es nicht wie im schriftlichen Physikum ausreicht, aus fünf Antworten die eine richtige oder falsche herauszufinden, sondern dass ich die Zusammenhänge jetzt auch selbst, aktiv und in eigenen Worten beschreiben können muss. Bei vielen Themen klappt das schon ganz gut, bei manchen eher noch weniger.

Auch wenn es nur noch ein Schritt in Richtung Klinik ist, die nächsten zwei Wochen werden noch einmal anstrengend und ich denke, ich werde noch mehr als einmal die Lust verlieren, mich an den Schreibtisch zu setzen.

Aber was muss, das muss nunmal …

Schriftliches Physikum – Check!

Es ist das Wochenende nach dem schriftlichen Physikum und nachdem ich die letzten Tage ein bisschen unterwegs war, um einfach mal wieder meine Freizeit zu genießen, möchte ich euch doch noch von meinen Erlebnissen am Dienstag und Mittwoch erzählen.

Tag 1:

Eigentlich hatte ich in der Nacht vor dem ersten Prüfungstag erstaunlich gut geschlafen und war ausgeschlafen, als der Wecker klingelte. Schnell einen Happen gefrühstückt – sonderlich viel Hunger hatte ich am Dienstagmorgen nicht – und dann ging es schon los. Thea fuhr mich netterweise zur Prüfungshalle, wo schon einige meiner Kommilitonen wie bestellt und nicht abgeholt rumstanden und sich etwas angespannt unterhielten. Im Foyer der Halle dann Jacke und Rucksack abgelegt – um 8:30 Uhr war Einlass – und nach der Ausweis- und Zulassungsbescheid-Kontrolle ging es dann in den Prüfungssaal.

Im Großen Saal der Halle waren dann die rund 300 Plätze fein säuberlich vorbereitet, auf jedem Tisch lag eine Karte mit der Sitzplatznummer, eine Schreibunterlage mit dem Logo des Landesprüfungsamtes und der Antwortbogen. Vorne auf der Bühne saßen die zwei Prüfungsverantwortlichen und an den Längsseiten des Saals nochmal ungefähr 20 Aufsichtspersonen.

Eigentlich steht in den offiziellen Hinweisen zur Prüfung, dass sofort nach Betreten des Prüfungssaals der jeweilige Sitzplatz einzunehmen ist, darauf wurde aber zum Glück eher wenig Wert gelegt, sodass wir bis kurz vor 9 Uhr noch ein bisschen durch den Saal laufen und uns unterhalten konnten.

Bis wird dann einige Minuten vor Prüfungsbeginn „ganz herzlich zum ersten Tag des schriftlichen Teils des Ersten Abschnitts der Ärztlichen Prüfung“ begrüßt wurden und gebeten wurden unsere Plätze einzunehmen. Bevor die Prüfung nun losgehen durfte folgten noch Hinweise zur Prüfung und die offizielle Belehrung („Die Prüfungszeit beträgt 4 Stunden und 0 Minuten, es sind 160 Fragen zu beantworten. Die gewählte Antwortmöglichkeit ist mit einem kräftigen Bleistiftstrich zu markieren. Hilfsmittel jeglicher Art sind nicht zugelassen. Wenn Sie während der Prüfung auf die Toilette müssen … bla, bla, bla“).

Um kurz nach 9 Uhr wurden dann die immerhin stattliche 63 Seiten langen Fragenhefte ausgeteilt und die Prüfung begann. Kaum war ich im Kreuzen drin sank dann glücklicherweise auch die Aufregung und ich konnte mich auf die 160 Fragen zu Physik, Physio, Chemie und Biochemie voll konzentrieren. Nachdem ich mich einmal komplett durch das Fragenheft durchgearbeitet hatte, machte ich mich danach an die Fragen, bei denen ich mich nicht gleich beim ersten Durchgang für eine Antwort entscheiden konnte.

Erfahrungsgemäß braucht man am ersten Tag für die 160 Fragen deutlich länger, als am zweiten, da relativ viele Rechenaufgaben dabei sind. Dementsprechend war ich nach etwas mehr als 3,5 Stunden fertig.

Tag 2:

Der zweite Tag – hatte man uns schon davor gesagt – ist der deutlich angenehmere der beiden Prüfungstage. Die Naturwissenschaften sind abgehakt, die Anatomiefragen sind berechenbarer als Physio und Biochemie und Psycho ist sowieso ein Punktelieferant. Und so war es dann auch. Nachdem wir wieder die morgendliche Belehrung (dieses Mal in der Kurzvariante) gehört hatten, ging das muntere Kreuzen wieder los. Dieses Mal allerdings viel flüssiger als am Tag davor. In Psycho waren zwar wie immer die Fragen ziemlich verklausuliert formuliert, „Psycho-Geschwurbel“ eben, letzten Endes zielen die Psycho-Fragen aber immer auf ähnliche Inhalte. Auch Bio, Histo und Anatomie liefen erfreulicherweise echt gut. Nach etwas mehr als 2 Stunden konnte ich deshalb Bleistift und Fragenheft weglegen, meine Prüfungsunterlagen abgeben und – ehrlich gesagt – in der festen Überzeugung bestanden zu haben – den Prüfungssaal verlassen.

Und dann war es geschafft. Thea kam dann noch zur Halle, wo wir zusammen warteten, bis die Prüfungszeit vorbei war und ich mein Fragenheft wieder abholen durfte.

Zuhause habe ich dann meine Antworten bei Medi-Learn eingegeben. Per SMS kamen so gegen halb 9 abends die Ergebnisse. Laut Medi-Learn hat es zu einer guten 2 gereicht, sodass ich jetzt relativ entspannt auf den offiziellen Bescheid des Landesprüfungsamtes warten kann, der in den nächsten drei Wochen kommen sollte – also noch vor meinem mündlichen Prüfungstermin.

Mein Fazit: Mit der entsprechenden Vorbereitung ist das schriftliche Physikum echt machbar. Manchmal stößt man auf so typische IMPP-Fragen, bei denen man sich denkt „Wtf, nie gehört“, ist aber zum Glück eher selten. Die Lernerei und die am Ende insgesamt 7.307 gekreuzten Altfragen haben sich definitiv gelohnt, auch wenn es anstrengend war.

Die nächsten Tage werde ich es mir einfach gönnen, nichts für die Uni zu tun. Allerdings winkt dann aber auch schon wieder die Vorbereitung auf das mündliche Physikum. Bis dahin sind es aber ja noch fast vier Wochen …

Kreuzen, Kreuzen, Kreuzen

Noch vier Tage bis zum Physikum. Mit Lernen bin ich inzwischen eigentlich durch alle Fächer komplett durch. Damit mir zuhause die Decke nicht auf den Kopf fällt und ich mich nicht noch mehr als unbedingt nötig verrückt mache, kreuze ich fleißig Altfragen. Heute zum Beispiel waren es zwei komplette Physikumsprüfungen, insgesamt also 620 Fragen. Und ich muss ehrlich zugeben: Die Ergebnisse lassen mich inzwischen auch ziemlich zuversichtlich auf nächsten Dienstag schauen.

Ich habe mir heute mal die Mühe gemacht und alle Altfragen addiert, die ich im Laufe des letzten Monats zur Vorbereitung auf das Physikum gekreuzt habe. Es sind inzwischen sage und schreibe 5.862 Fragen, macht also 29.310 Antwortmöglichkeiten. Und in den nächsten drei Tagen werden sicher noch einige Hundert dazukommen.

Was mir inzwischen mehr „Sorgen“ macht, ist, dass ich irgendwie zu schnell kreuze. Statt der insgesamt 8 Stunden für 320 Fragen habe ich heute leider nur gut 3 Stunden gebraucht. Bleibt die Frage, was ich dann in der Prüfung mit den restlichen Stunden anfange. Früher gehen darf man nicht wenn man fertig ist. Handy ist natürlich auch keine Alternative während eines Staatsexamens, das muss natürlich am Eingang abgegeben werden – übrigens auch Jacken, Rucksäcke und (!) Plüschtiere  (So steht es in den offiziellen Hinweisen des Landesprüfungsamtes) … Ich glaube Däumchendrehen wäre eine Möglichkeit.

Post ist da

Sehr geehrter Herr – – – – – – – – – – -,

Sie werden gemäß § 10 Abs. 1 ÄAppO 2002 zum
Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung im Herbst 2015 zugelassen
und gemäß § 17 ÄAppO 2002 zum schriftlichen und mündlichen Teil der Prüfung geladen.

Die schriftliche Prüfung findet am   18.08.2015 von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr
                                                         19.08.2015 von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr

in – – – – – – – – – – – – – – statt. Sie haben die Sitzplatznummer – – – -.

Ihre mündliche Prüfung findet am 17.09.2015 um 14:00 Uhr in – – – – – – – – – – – – – – statt.

Die Prüfung erfolgt vor der Prüfungskommission Nr. – -.
Die für diese Prüfung vorgesehenen Prüfer entnehmen Sie bitte 14 Tage vor dem Prüfungstermin dem Aushang beim Dekanat/Prüfungssekretariat.

Bitte beachten Sie auch die beiliegenden Hinweise, die Bestandteil dieses Bescheids sind. Wir wünschen Ihnen für die Prüfung viel Erfolgt.

Mit freundlichen Grüßen,

– – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – 

Scheinfrei fürs Physikum

Es gibt bei den Medizinern einen Zustand, den jeder Student zweimal im Laufe seines Medizinstudiums anstrebt: die so genannte Scheinfreiheit. Scheinfrei ist der Student – der Ausdruck ist vielleicht etwas unglücklich gewählt – wenn er alle für eine Abschlussprüfung nötigen Leistungen erbracht und die nötigen Klausuren bestanden hat. Im Medizinstudium ist das – wie gesagt – zweimal der Fall. Einmal vor dem ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung (dem Physikum) und das zweite Mal vor dem zweiten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung am Ende des 10. Semesters.

Nachdem ich heute die zweite Physiologie-Klausur bestanden habe und damit die Unterpunkte aus der ersten Physiologie-Klausur im 2. Semester locker ausgleichen konnte, darf ich mich ab jetzt auch offiziell als scheinfrei bezeichnen.

Ist mir heute ein Stein vom Herzen gefallen, als ich die Klausurergebnisse gesehen habe. Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Blick auf den Notenspiegel: 27 Platzhalter waren damals frei, für insgesamt 27 scheinpflichtige Lehrveranstaltungen. Im Laufe von zwei Jahren haben sich diese Platzhalter mit Noten gefüllt und jetzt ist das Etappenziel erreicht: der Notenspiegel ist voll.

In ein paar Tagen bekomme ich den Notenspiegel dann auch in Schriftform, mit Siegel und Unterschrift des Studiendekanats. Diesen muss ich dann schleunigst zum Landesprüfungsamt schicken (die Post streikt ja zum Glück nicht mehr), womit meine nötigen Nachweise für die Anmeldung zum Physikum vollständig sind und ich zur Prüfung zugelassen werden sollte.

Zur Feier des Tages gönne ich mir heute aber auf jeden Fall einen Abend komplett ohne Uni. Zulassungsanträge, Lernen und Physikum können mir heute gestohlen bleiben. Heute ist Entspannung angesagt.

Biochemie – Hasta la vista!

… da war es nur noch ein Schein bis zum Physikum. Nachdem ich letzten Donnerstag die letzte von insgesamt drei Biochemie-Klausuren bestanden habe, habe ich nun auch dieses Fach abgeschlossen.

Grund genug an dieser Stelle auch mal unseren Biochemie-Profs Danke zu sagen – für zwei Jahre wirklich gut organisierte, strukturierte Lehre von sympathischen, freundlichen Dozenten, abgeschlossen von fair gestellten Klausuren.

Lebenszeichen

klopf, klopf … Ja, ich lebe noch! Nachdem ich mich jetzt seit über einem Monat nicht mehr gemeldet habe, gibt es hier endlich wieder etwas zu lesen. In den letzten fünf Wochen ist einiges passiert. Das vierte Semester ist vorbei gegangen wie im Flug. Kaum zu glauben, aber es ist tatsächlich bald schon wieder vorbei.

Das Biochemie-Praktikum ist geschafft. Es war interessanter als gedacht … und deutlich weniger stressig, als das Praktikums-Skript zunächst befürchten ließ. Eines muss man unseren Biochemikern wirklich lassen: sie machen richtig gute Lehre, die Vorlesungen sind gut strukturiert, die Anforderungen sind fair und sympathisch sind die Dozenten sowieso.

Auch das Physio-Seminar ist rum. Eine Veranstaltung von der bisher noch überhaupt nicht berichtet hatte. Hier ging es darum, anhand von sechs, teilweise ziemlich abwegigen Fallbeispielen, verteilt auf sechs Seminartage, sich beispielhafte Themengebiete der Physiologie zu erarbeiten, Fragen zum Fall zu beantworten und danach im Plenum vorzustellen.

Jetzt läuft gerade noch das Biochemie-Seminar, in dem die großen Themengebiete der Biochemie (Proteine, Molekularbiologie, Enzyme, Kohlenhydrate, Fette usw.) v.a. zur Vorbereitung auf das mündliche Physikum wiederholt werden.

Die Vorlesungen in Biochemie und Physiologie sind auf der Zielgerade. Noch diese Woche und nächste, dann ist dieses Kapitel auch vorbei. Die beiden Klausuren dazu stehen Anfang Juli an.

Und inzwischen hat auch der Medi-Learn-Kurs angefangen, das – ohne Schleichwerbung dafür machen zu wollen – wahrscheinlich bekannteste Physikums-Repetitorium. An den kommenden Wochenenden werden wir die ganzen kleinen Physikums-Fächer (Physik, Chemie, Biologie und Histologie) wiederholen. Und Mitte Juli, wenn die Klausuren vorbei sind, geht der eigentliche 30-tägige Blockkurs mit den Hauptfächern Anatomie, Physiologie, Biochemie und Psychologie/Soziologie los.

Es wird also ernst …    

Suchbegriffe

Es ist immer wieder spannend in den Suchbegriffen zu wühlen, die euch zu diesem Blog geführt haben. Deshalb möchte ich hier mal auf einige wenige eingehen:

blaulichtgeschichten: eine meiner Kategorien, in denen ich über manchmal mehr, manchmal weniger alltägliche Erfahrungen aus dem Rettungsdienst schreibe

kitteltraeger: ja, das bin ich. 😉

korneozyt: abgestorbene Zellen in der obersten Schicht der menschlichen Epidermis, dem Stratum disjunctum

zelle mikroskop: das eine guckt man durch das andere in Histologie an

durchtrittsstellen zwerchfell: Ein etwas umfangreicheres Thema, im Situs-Testat übrigens sehr gern gefragt. Im Zwerchfell gibt es mehrere Öffnungen, durch die verschiedene Strukturen aus der Brusthöhle in die Bauchhöhle oder zurück in die Brusthöhle treten. Wichtige Öffnungen des Zwerchfells mit den durchtretenden Strukturen sind:

  • Hiatus oesophageus: Oesophagus, linker N. phrenicus, Trunci vagales als Fortsetzung der beiden Nn. vagi
  • Foramen venae cavae: V. cava inferior, rechter N. phrenicus
  • Hiatus aorticus: Aorta, Ductus thoracicus
  • Trigonum sternocostale: A. und V. epigastrica superior

nach coopertest zusammenbrechen: ist mir jetzt nie passiert, kann es aber natürlich

mischung dormicum und propofol:  nach eigener Erfahrung beliebte Sedierung bei einer Koloskopie

anatomie klausur durchgefallen: Ist mir glücklicherweise erspart geblieben, kann aber gut mal passieren. Das ist aber beim ersten Mal kein Grund gleich den Teufel an die Wand zu malen oder sein Medizinstudium an den Haken zu hängen, man hat für jede Klausur drei Versuche: den Haupttermin und zwei Wiederholungsklausuren. Allerdings verliert man spätestens bei der zweiten Wiederholungsklausur meistens mindestens ein Semester, in der Vorklinik eher ein Jahr. Bei dreimaligem Nichtbestehen folgt die Exmatrikulation, dann ist das Studium wirklich zu Ende.

keine ablösung nach 12 stunden schicht im rettungsdienst: D zugegebenermaßen ein ziemlicher Mist, noch mehr wenn dann auch noch der Melder geht und der Feierabend in noch weitere Ferne rückt. In meinem Rettungsdienstbereich ist das glücklicherweise ziemlich eindeutig geregelt: Im Krankentransport darf die Leitstelle einen Auftrag, der maximal 15 Minuten über die eigentliche Arbeitszeit hinausgeht, ohne anzufragen schicken. Wird der Auftrag absehbar mehr als 15 Minuten über das Dienstende hinausgehen, muss die Leitstelle das davor mit der Fahrzeugbesatzung abklären. Anders ist die Situation natürlich bei Notfalleinsätzen. Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass ich glücklicherweise noch nie in der Situation war, dass nach 12 Stunden einfach keine Ablösung kam.

arbeitskreis zukunft brk neustadt aisch: keine Ahnung, was das mit meinem Blog zu tun hat

Kein zurück mehr

Wie die Zeit vergeht … Es kommt mir fast noch wie gestern vor, als ich das Kursskript für den Präpkurs bekommen hatte. Wir waren alle angespannt und hatten die Befürchtung, eventuell an dieser größten Herausforderung in der Vorklinik scheitern zu können.

Und heute, gerade vor ein paar Stunden, habe ich meinen Antrag auf Zulassung zum Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung an das Landesprüfungsamt abgeschickt. Tatsächlich geht es jetzt also in großen Schritten auf das Physikum zu.

Für alle die in der Materie Medizinstudium nicht so weit drinstecken: Das Physikum ist das erste Staatsexamen im Lauf des Studiums. Wenn man alle Lehrveranstaltungen der Vorklinik erfolgreich besucht hat, das vorgeschriebene 90-tägige Krankenpflegepraktikum und eine Ausbildung in Erster Hilfe nachweisen kann, stellt man den Zulassungsantrag an das Landesprüfungsamt (das ist die Behörde, die für die Zulassung und die Organisation der Staatsexamen, das Ausstellen von Prüfungszeugnissen usw. zuständig ist) und bekommt, wenn der Antrag formgerecht gestellt wurde, einen Zulassungsbescheid für den Ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung.

Das Physikum selbst besteht dann aus einem schriftlichen und einem mündlichen Prüfungsteil. Im schriftlichen Teil werden in insgesamt 320 Multiple-Choice-Fragen an zwei Tagen die Fächerkombinationen Anatomie/Biologie, Physiologie/Physik, Biochemie/Chemie und Psychologie/Soziologie geprüft. Das mündliche Physikum findet ein paar Wochen nach dem schriftlichen statt. Dabei werden jeweils drei Studenten mündlich von einer Prüfungskommission geprüft. Jede Kommission besteht aus einem Anatomen, einem Physiologen und einem Biochemiker der Uni, an der man studiert. Jeder Prüfling muss dabei zu jedem der drei Fächer rund 15 Minuten lang Fragen beantworten, wobei für die Anatomie ein zusätzlicher praktischer Prüfungsteil vorgesehen ist. Dabei kann der Prüfling je nach Belieben des Prüfers am Körperspender zu Strukturen gefragt werden, die er dann zeigen, benennen und erklären können muss, oder auch am Mikroskop zu histologischen Präparaten.

Das ganze erwartet mich dann im Herbst, das schriftliche Physikum Mitte August, das mündliche Anfang/Mitte September. Bis zur Scheinfreiheit für das Physikum fehlen mir jetzt nur noch zwei Scheine, Biochemie und Physiologie, die ich hoffentlich am 7. Juli nach den letzten Klausuren auch haben werde.