Stöckchen 4

Jetzt hat mich auch meine Freundin mit einem Stöckchen beschmissen. Da kann ich ja gar nicht anders, als die elf Fragen zu beantworten, nicht dass sie mich noch mit anderen Sachen beschmeißt. 😉

1. Wo kamst du her, als du das letzte Mal aus dem Fernzug gestiegen bist?
Aus Hamburg, nachdem ich die tollsten zwei Wochen des Jahres mit Thea in London, Berlin und Hamburg verbracht hatte.

2. Auto, Öffis – oder doch eher das Radl?
Nach Möglichkeit Öffis – zur Uni, in die Stadt. Nur wenn’s gar nicht anders geht Auto. Tja und Fahrrad: Das ist in letzter Zeit leider viel zu kurz gekommen.

3. Wie sähe für dich persönlich in deiner Branche dein Traumjob aus?
Erstmal muss ich mein Studium schaffen. Dafür brauche ich noch etwas weniger als fünf Jahre, wenn alles gut läuft … diese Mediziner. Und dann wäre es mein Traum möglichst schnell meinen Notarztschein zu machen. Aber das ist noch soooooo lange hin.

4. Was machst du morgens als allererstes?
Wenn Thea wegen Frühdienst vor mir aufsteht: ihr einen Kuss geben und mich nochmal umdrehen und weiterschlafen. Wenn nicht: Anziehen, Frühstücken, frisch machen, zur Uni fahren.

5. Beschreibe dich mit 4 Wörtern.
– Schreibtischtäter (Anatomie sei dank)
– Rettungssanitäter (hat auch was mit Täter zu tun 😉 )
– Milchvernichtungsmaschine
– Kopfmensch

6. Was magst du an liebsten an dir?
Meinen anscheinend sehr aktiven Stoffwechsel … Essen was man will ohne zuzunehmen.

7. Warum bloggst du? Gab es einen konkreten Anlass zum Start?
Der Anlass war der Start meines Medizinstudiums. Seit dem blogge über alles mögliche, was ich so als Student und Rettungsdienstler erlebt. An der Uni und außerhalb.

8. Bier, Wein, nur Klarer – oder vielleicht gar nichts? Was ist dein Favorit?
Bier geht gar nicht. Ich glaube ich habe da ein kleines Kindheitstrauma: im zarten Kindergartenalter das eigene Glas Apfelschorle mit dem Bierglas meines Opas verwechseln … nicht gut. Wein nur in sehr geringen Mengen. Liköre, Longdrinks und Cocktails schmecken da schon besser.

9. Wie sehen deine familientenchnischen Zukunftspläne aus? Klassisch mit Ehepartner, Kind & Haus? Oder eher Alternativ?
Und das fragt mich meine Freundin. 🙂 Ich glaub das weißt du.

10. Was hast du an Sylvester vor?
Feiern. Wie, wo und mit wem weiß ich noch nicht.

11. Und passend zu 10. – gibt es jetzt schon Vorsätze? Wenn ja, welche?
Weniger oft den Teufel an die Wand malen … und den Präp-Kurs bestehen.

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Stöckchen 3

Klock. So klingt es, wenn Holz auf Holz trifft. In diesem Fall Stöckchen auf Holzkopf. 😉 Kiki (Endlich Medizin!) hat mir ein weiteres davon zugeworfen, und fangen ist scheinbar nicht gerade meins … Spaß. Gerne beantworte ich die elf Fragen.

1. Warum willst du Medizin studieren?
Weil es meiner Meinung nach nichts spannenderes gibt, als zu Lernen wie der Mensch funktioniert und vor allem was passiert, wenn er nicht mehr richtig funktioniert bzw. was in diesem Fall getan werden kann um ihm zu helfen. Und auch wann ihm nicht mehr geholfen werden kann.

2. Wann glaubst du, einen Studienplatz ergattern zu können? Für diejenigen die einen Platz haben: Seit wann hast du einen?
Ich darf mich glücklich schätzen, ich habe bereits einen und studiere inzwischen im 3. Semester. Das heißt ich habe meinen Studienplatz jetzt seit September/Oktober 2013.

3. An welchem Ort würdest du am liebsten studieren?
Ich studiere bereits. Und zwar genau an der Uni, die ich mir auch gewünscht hatte, bzw. als erste Ortspräferenz angegeben hatte.

4. Lieber möglichst weit von den Eltern weg studieren, oder am besten gar nicht dafür ausziehen müssen? (Oder irgendwas dazwischen?)
Ich studiere in meiner Heimatstadt, bin aber inzwischen dennoch zuhause aus und mit meiner Freundin zusammengezogen.

5. Schwebt dir bereits eine bestimmte Fachrichtung vor?
Ja. Anästhesiologie und Notfallmedizin. Mein Traum: irgendwann einmal Notarzt auf einem Rettungshubschrauber. Allerdings habe ich ja noch etwas weniger als fünf Jahr Studium vor mir und in dieser Zeit kann noch so viel passieren.

6. Was soll dein künftiger Arbeitgeber dir bieten, damit du dich dort bewerben würdest?
Ehrlich gesagt habe ich mir darüber noch nicht so viele Gedanken gemacht. Wie gesagt: Ich habe ja noch fast fünf Jahre Studium vor mir. Das Krankenhaus sollte allerdings ein einigermaßen durchschaubares und faires Schichtmodell, gute Weiterbildungsmöglichkeiten und einen Anschluss an ein Notarztsystem haben.

7. Wie denkst du über das Pflegepraktikum im Medizinstudium: verkürzen, verlängern oder genau richtig?
Grundsätzlich finde ich das Pflegepraktikum eine durchaus sinnvolle Sache, da es zum einen für viele oder sogar die meisten Medizinstudenten die erste Möglichkeit ist, einen Einblick in den Klinikalltag zu bekommen. Außerdem sollte jeder, der einmal Arzt werden will, auch die zweite Berufsgruppe im Krankenhaus – die Pflege – kennen lernen. Allerdings können drei Monate schon sehr lang werden, wenn man auf einer Station landet, die nicht wirklich Lust auf Pflegepraktikanten hat. Ich hatte das Glück, dass mir wegen meines FSJ im Voraus schon zwei Monate angerechnet wurden und ich nur noch einen Monat ableisten musste. Aber ich finde drei Monate trotzdem zu lang, zwei würden meiner Meinung nach auch ausreichen.

8. Hast du ein Lieblingsfach im Medizinstudium, auf das du dich schon freust/worüber du dich gefreut hast?
Da ich ja rettungsdienstlich vorbelastet bin freue ich mich natürlich auf Notfallmedizin.

9. Und ein Hassfach?
Ganz klar: Histo!

10. Was stellst du dir unter „nervophil“ vor?
Wahrscheinlich jemand der wie vernarrt in Neuroanatomie ist. Damit bin ich dann eher nicht nervophil. 😉 Auf die Auflösung dieser Wortschöpfung wäre ich allerdings auch gespannt

11. Und was willst du noch loswerden?
Meine Erkältung. Und: Ich bereue die Entscheidung, Medizin studieren zu wollen nicht und würde es jederzeit wieder tun. Auch wenn es zurzeit (Präp-Kurs etc.) wirklich anstrengend ist.

Ich bin jetzt einfach mal so frei und schreibe noch keine elf neuen Fragen – UNERHÖRT, REVOLUTION … Ich muss nämlich jetzt mal zum Baumarkt. In der neuen Wohnung fehlen noch so ein paar größere Kleinigkeiten.

Stöckchen 2

Gefangen! Vielen Dank Kolibrikind für das Stöckchen. Ich nehme es sehr gerne auf und beantworte brav die 11 Fragen.

1. Hat dein Auto/Motorrad/Fahrrad/beliebigesFortbewegungsmittel einen Namen? Wenn ja: welchen?
Mein Roller. Der heißt Horst.

2. Haus mit Garten oder doch lieber Innenstadtwohnung?
Momentan Stadtrandwohnung, später mal gern Haus mit Garten. Innenstadtwohnung ist mir glaub zu laut und zu wuselig… und momentan eh zu teuer.

3. Was ist dein Lieblingsbuch und warum?
Zurzeit die Duale Reihe Anatomie 🙂 Zumindest ist das das Buch, welches ich momentan am häufigsten in der Hand habe.

4. Rock oder Popmusik? Oder doch was ganz Anderes?
Meistens das, was so im Radio läuft.

5. Findest du es erstrebenswert reich zu sein und warum?
Nein, nicht unbedingt reich zu sein. Aber zumindest genug Geld zu haben, um sich über seinen Lebensunterhalt keine Sorgen machen zu müssen. Getreu dem Motto: „Geld macht nicht glücklich, keins aber auch nicht.“

6. Licht am Ende des Tunnels oder ewiges Nichts?
Jetzt wird religiös … puh … ich denke schon, dass danach was kommt. Aber was? Keine Ahnung.

7. Du gewinnst im Lotto und müsstest nicht mehr arbeiten. Ruhestand, Teilzeit oder weiter komplett arbeiten?
Wahrscheinlich ganz normal weiterarbeiten, höchstens Teilzeit. Aber Ruhestand ganz sicher nicht. Was soll ich denn dann den ganzen Tag machen?

8. Bewahrst du immer stoisch die Ruhe, oder kann man dich auch mal aus dem Tritt bringen?
Ganz sicher kann man mich aus dem Tritt bringen. Besonders wenn ich gestresst bin.

9. Wie stehst du zu einer Helmpflicht für Radfahrer? Trägst du selber Helm?
In der Regel fahr‘ ich Öffis. Aber für kurze Strecken (z.B. mal schnell zu Lidl um die Ecke) bin ich in der Regel zu faul, einen Helm aufzusetzen. Für längere Radtouren auf jeden Fall. Aber Helmpflicht? Ich finde, jeder ist in diesem Fall für seine Sicherheit selbst verantwortlich.

10. Der Familie zu Liebe die Arbeit einschränken oder lieber Karriere?
Ich denke später als Assistenzarzt wird mir diese Entscheidung eh abgenommen. Aber Familie wird mir später schon auch wichtig sein. Bloß müssen halt irgendwie die Finanzen stimmen … (s. Frage 5).

11. Ist ein Geschwindigkeitslimit auf Autobahnen sinnvoll?
Ein generelles? Nein. Aber eine striktere Durchsetzung der jetzigen Regelungen (Geschwindigkeitslimits dort wo es sie gibt, Abstand zum Vorausfahrenden, Rettungsgasse etc.). Und eine schärfere Ahndung von Wiederholungstätern (Rasern, Dränglern usw.).

Hat ein bisschen gedauert bis ich elf Fragen zusammen hatte, aber hier sind meine. Viel Spaß damit. Aufgrund der Jahreszeit schön langsam etwas weihnachtlich angehaucht. 😉 Aber nicht nur.

1. Bist du schon in Weihnachtsstimmung?
2. Freust du dich auf die Adventszeit und auf Weihnachten?
3. Schmuck am Weihnachtsbaum: rot-gold oder blau-silber?
4. Weihnachten bei dir: ganz klassisch mit Gottesdienst und Bescherung oder doch irgendwie alternativ?
5. Das schönste Weihnachtsgeschenk, dass du je geschenkt bekommen hast?
6. … und das schlimmste? (Du musst nicht verraten von wem 😉 )
7. Bist du zufrieden mit deiner aktuellen beruflichen, schulischen oder universitären Situation? Würdest du den gleichen Weg wieder wählen?
8. Siehst du gerade einen riesen Berg an Arbeit oder ein großes Problem vor dir?
9. Der Klassiker: Welche drei Dinge würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen? Und warum?
10. Was ist dein Lieblingsreiseziel? Warst du dort schon einmal oder ist es dein Wunsch, dort einmal hinzureisen?
11. Fußball, Golf oder Couch-Potatoe? Oder was ganz anderes?

Ich werfe mein Stöckchen an (tut euch mein Fangen bitte nicht weh):

Kolibrikind (willmalarztwerden) – als Boomerang quasi
Kiki (Endlich Medizin!)
Thea (Mein Leben als solches)
Leander (Graue Wandzeitung)
Theresa (Ein Sommer in den USA – Krankenpflege im E. R. und mehr …)

Wer sonst noch Lust hat, das Stöckchen aufzunehmen ist herzlich dazu eingeladen. Beantwortet die Fragen einfach auf eurem eigenen Blog oder schreibt die Antworten unten als Kommentar zu diesem Artikel.

Viel Spaß. Ich freue mich auf eure Antworten,

euer Kittelträger.

 

Umzug II

Gestern war ein Tag zum Aus-der-Erinnerung-Streichen.

Für unsere Wohnung hatten wir bei einem durchaus bekannten Versandhaus eine kleine Einbau-Küchenzeile, komplett mit Elektro-Geräten, bestellt, die es in zwei Ausführungen gibt: in nussholz-anthrazit und in weiß. Wir hatten uns für die etwas teurere nussholz-anthrazitfarbene Küche entschieden. Nach den rund zwei Wochen Lieferzeit sollte sie dann gestern endlich geliefert werden. Wurde sie auch, allerdings kamen mir beim Öffnen des ersten Kartons lauter weiße Bauteile entgegen. Die größte anzunehmende Katastrophe war geschehen: das Versandhaus hatte zwar die richtige Küche, aber in der völlig falschen Ausführung geliefert. Nach mehrmaligem Hin- und Hertelefonieren mit dem Kundenservice des Versandhauses stellte sich auch tatsächlich heraus: Wir hatten die richtige Küche bestellt, der Fehler lag nicht bei uns. Wie erleichternd diese Gewissheit auch war, steht jetzt dennoch eine falsche Küche, fein säuberlich verpackt in unserer Wohnung mit der wir nichts anfangen können und die zu allem Überdruss noch nicht einmal vollständig geliefert worden war: Das Paket mit der Spüle war wohl im LKW der Spedition liegen geblieben.

Uns bleibt jetzt nichts anderes übrig, als noch einmal zwei Wochen zu warten, bis die neue Küche – dann hoffentlich die richtige und auch vollständig – geliefert wird und die alte, falsche wieder abgeholt wird.

Umzug I

Ich gebe zu, ich habe mich lang nicht mehr gemeldet. Das liegt daran, dass zurzeit einiges passiert. Thea und ich sind jetzt seit fast zwei Jahren zusammen und haben uns entschieden zusammenzuziehen. Und momentan läuft der Umzug auf Hochtouren.

Aber von Anfang: Im Sommer hatten wir begonnen, uns nach geeigneten und erschwinglichen Vier Wänden für die erste gemeinsame Wohnung umzusehen. Wir stießen auf eine Wohnung nahe der Uni, die jedoch gerade als wir einen Besichtigungstermin ausmachen wollten vermietet worden war. Dann entdeckten wir die Annonce einer Wohnung, etwas weiter von der Uni entfernt, dafür deutlich größer und sogar noch etwas günstiger, mit Tiefgaragen-Stellplatz, und sehr gut an die öffentlichen Verkehrsmittel angeschlossen. Wir machten mit dem Makler einen Besichtigungstermin aus und waren von der Wohnung positiv überrascht: zwei große Zimmer, neues Laminat in Flur und Schlafzimmer, Parkett im Wohnzimmer. Einziges Manko: keine Einbauküche. Wir teilten dem Makler trotzdem unser Interesse mit, allerdings mit der Vorahnung, dass es als Student und Auszubildende nicht gerade einfach werden würde, den Zuschlag zu bekommen. Umso überraschter waren wir, als sich wenige Tage später der Makler wieder meldete, mit der Nachricht, wir hätten die Wohnung. Das war vor rund einem Monat.

Und inzwischen? Kaution und Provision sind überwiesen, Einbauküche ist bestellt und kommt wahrscheinlich im Laufe der nächsten Woche, Internet und Telefon sind ebenfalls bestellt, die eine Wand, die wir streichen wollten, ist seit gestern gestrichen, die ersten Möbel sind auch schon umgezogen. In unseren momentanen Zuhausen (kann man das so sagen? 😉 ) stapeln sich langsam Umzugskartons.

Es gibt also inzwischen kein Zurück mehr, aber wir freuen uns drauf, riesig. Ich werde mich wieder melden, wie es weitergeht.

Bis dahin grüßt euch,

euer Kittelträger

Stöckchen

Gestern hatte Kiki (Endlich Medizin!) ein Stöckchen gepostet. Gerne nehme ich mir dieses Stöckchen und beantworte brav die 11 Fragen:

1. Was ist deine Lieblingsjahreszeit?
Eine gibt’s nicht. Es sind zwei: Sommer (ich bin eine Sommerkind) und Winter (Skifahren) … Alles was dazwischen liegt ist nichts halbes und nichts ganzes … Regen, Schneeregen, Matsch, Nebel.

2. Wie viele Lampen sind durchschnittlich in einem Zimmer bei dir?
Zwei bis drei. Eine bis zwei an der Decke und eine auf dem Nachtkästchen.

3. Was war / ist dein Lieblingsschulfach / Uni-Vorlesung?
Schulfach ist ne gute Frage. Zum abregen war immer Sport am besten. Am interessantesten … hm … vermutlich Physik. (Ich weiß, klingt verrückt) Was die Uni angeht: momentan Physiologie, aber im Lauf der nächsten fünf Jahre kommt da ja noch sooooooo viel.

4. Hast du Geschwister? Wenn ja, wie viele?
Endlich mal eine Frage, die ich klar und eindeutig beantworten kann: eine leibliche, große Schwester und zwei kleine Stiefbrüder (Ok, der eine ist gar nicht kleiner, aber trotzdem jünger 😉 )

5. Wie findest du Teppich in einer Klinik?
Gibt’s sowas überhaupt? Teppich in einer Klinik? Geht mal gar nicht. Wird viel zu schnell dreckig und ist total unhygienisch.

6. Magst du lieber Kommoden oder Kleiderschränke?
Kleiderschränke. Passt mehr und vor allem größeres rein.

7. Tee oder Kaffee?
Milch. 😉

8. Bist du jetzt frustriert, dass keine einzige Anatomie-Frage dran kam?
Nein überhaupt nicht. Anatomie heißt bei mir zurzeit eh mikroskopische Anatomie – sprich Histologie – und das ist ja unter Studenten nicht gerade das beliebteste Fach.

Upps, das waren ja nur acht.

So, jetzt schau ich mal, ob ich 11 Fragen zusammen bekomme:

1. Was war die riskanteste Unternehmung, die du bis jetzt in deinem Leben gemacht hast?
2. Was ist das beeindruckenste Buch, das du jemals gelesen hast?
3. Warst du dieses Jahr schon einmal im Krankenhaus?
4. Wovon wolltest du schon immer mal jemanden überzeugen?
5. Was ist das schönste Geschenk, das du jemals bekommen hast?
6. Kurz- oder weitsichtig?
7. Was würdest du unglaublich gern einmal machen?
8. Hat dich in letzter Zeit einmal jemand oder etwas richtig wütend gemacht?
9. Fisch, Fleisch oder vegetarisch?
10. Frühaufsteher oder Nachtschwärmer?
11. Deine Pläne für den Rest des Jahres?

Jeder, der möchte kann sich das Stöckchen nehmen und die Fragen entweder mit einem Post auf seinem eigenen Blog (mit Verlinkung auf meinen Blog natürlich *kräftigmitdemZaunpfahlwink“) oder als Kommentar zu diesem Post beantworten. Viel Spaß!

 

Eine Reise ins Innere

Bisher kannte der Kittelträger das Innere des Darms nur aus Animationen und Bildern und die Endoskopie nur aus Erzählungen von anderen. Gestern aber durfte ich das Procedere, wie solche Bilder entstehen, am eigenen Leib erfahren. Nebenbei: Warum ich mich einer Rekto- und Koloskopie (im Volksmund: Darmspiegelung) unterziehen musste ist an dieser Stelle nebensächlich, ich kann aber Entwarnung geben: keine Sorge, ich bin gesund. 😉

Nun begann also die Qual am Montagnachmittag, nach einer ohnehin stressigen und etwas chaotischen Frühschicht auf der Stroke Unit, mit dem – im Nachhinein betrachtet – unangenehmsten Teil der Untersuchung. Vor Beginn der Endoskopie muss der Patient ein Medikament zu sich nehmen, das z.B. auf den harmlosen Namen Endofalk Classic hört. Ein Abführmittel mit „durchschlagender“ Wirkung, und das ganze in rauen Mengen: je nach Literatur sollen 2 – 3 oder sogar 3 – 4 Liter davon  den Darm vollständig durchspülen und reinigen … und glaubt mir: sie tuen dies auch.

Am nächsten Morgen dann um 8 Uhr: Termin in der Endoskopie der Uniklinik. Vor Beginn der Untersuchung stand erst einmal Umziehen an. Ich bekam eine modisch mit einem Kartoffelsack zu vergleichende, blaue Einweghose mit einem auffälligen Schlitz am Hinterteil in die Hand gedrückt. Danach: auf der Liege, angeschlossen an Blutdruckmanschette und Pulsoxymeter, mit „Ja“ auf die Frage geantwortet, ob ich denn während der Untersuchung gerne schlafen möchte. Dann schnell eine Viggo in die rechte Ellenbeuge gelegt (bei meinen Venen KANN man sich nicht verstechen) und dann betrat auch schon der endoskopierende Oberarzt den Raum. Er fragte mich, ob ich noch Fragen zur Untersuchung hätte, was ich verneinte. Dann riet er mir an etwas schönes zum Träumen zu denken und schon schaltete mir die Mischung aus Dormicum und Propofol die Lichter aus. Das letzte, an das ich mich erinnern kann, ist dass meine Augenlider schwer wurden und ich ein seltsames Knistern um mich herum hörte. Dann wurde es dunkel.

Als ich wieder aufwachte, war rund eine Stunde vergangen (scheinbar hatte mich der Oberarzt ganz schön abgeschossen). Die Untersuchung war vorbei, ich befand mich im Aufwachraum und hatte von allem kein Bisschen mitbekommen. Nach einer Tasse Tee und vier Keksen bekam ich meinen Befund in die Hand gedrückt, auf dem ich irgendwo im Text auf die Worte „unauffälliger Befund“ stieß. Mit den Blättern in der Hand begab ich mich dann auf noch etwas wackeligen Beinen zur Inneren Ambulanz, wo mir der Chefarzt dann eröffnete, was ich davor sowieso schon vermutet hatte, nämlich dass der Befund völlig unauffällig sei und ich mir keine Sorgen zu machen bräuchte; nicht aber, ohne mir danach noch zum gefühlten 378. Mal zu sagen, dass ich heute nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen dürfe.

Mein Fazit des gestrigen Tages: zum einen natürlich erleichtert über das Untersuchungsergebnis, zum anderen sehr zufrieden mit der Arbeit der Ärzte (und der Wirkung von Dormicum und Propofol 😉 ). So unangenehm ist eine Darmspiegelung eigentlich gar nicht, wenn man sie verschläft, wenn bloß die Vorarbeit vom Vorabend nicht wäre.

Am Schreibtisch, vor dem Laptop

Hallo zusammen.

Erst einmal möchte ich euch auf meinem Blog willkommen heißen. Ihr lest den allerersten Beitrag meines allerersten Blogs.

Zunächst einmal zur Frage wer ich eigentlich bin und was ich den lieben langen Tag so treibe: Ich bin Manuel, 20 Jahre jung (auch wenn ich mich manchmal verdammt alt fühle), durchschnittlich groß, mit durchschnittlicher Statur (ok, vielleicht etwas zu wenig auf den Rippen), frisch gebackener Medizinstudent im 1. Semester. Wer gerne mehr wissen möchte (was ich sonst so mache zum Beispiel) sollte doch mal bitte das „Über mich“ lesen.

Und warum schreibe ich diesen Blog? Auf diesem Blog werdet ihr zum einen lesen können, was der manchmal etwas chaotische Alltag eines Medizinstudenten so mit sich bringt. Zum anderen wird es auch Geschichten zu lesen geben, die eben nur der Alltag schreiben kann: Interessantes, Unglaubliches … aber eben auch völlig Alltägliches. Mitten aus dem Leben eines durchschnittlichen Medizinstudenten eben.

Der erste Tag „richtige“ Tag an der Uni (mal abgesehen von den beiden Einführungstagen davor) ist auch schon vorbei. Wenn ich mich auf dem Schreibtisch so umschaue bemerke ich (abgesehen vom Routine-Schreibtisch-Chaos) schnell, dass ich jetzt scheinbar wirklich im Studium angekommen bin. Blick nach links: jede Menge Lektüre zum Semesterstart, dazu ein weißer Gegenstand, der den Kittelträger erst zu dem macht was er ist: der Kittel eben. Blick geradeaus über den Laptop: eine Schutzbrille für die naturwissenschaftlichen Praktika und ein Skalpell-Set für den Präp-Kurs. Blick nach rechts: großer dicker, aber noch leerer Leitz-Ordnung und das Skript des Chemie/Biochemie-Crashkurses, den mir mein Schatz vor Semesterbeginn noch gegeben hat (wenn ihr ihren Blog lest, werdet ihr feststellen, dass sie ein Biotechnologisches Gymnasium besucht hat 😉 )

Lange Rede, kurzer Sinn: das Studium kann losgehen. Ich freu mich drauf und werde mich wieder melden.

Bis dahin grüßt euch euer Kittelträger.