Biochemie

Vorlesungen:
Bereits ganz am Anfang der Vorklinik, im 1. Semester, steht die erste Vorlesung im Fach Biochemie – Biochemie I – an. Inhalt dieser Vorlesung ist, biologische und chemische Grundlagen zu verknüpfen und auf die biochemischen Vorgänge im Körper zu übertragen. Die Vorlesung gliedert sich in vier Abschnitte: Proteine (Was sind Aminosäuren? Wie sind Proteine aus Aminosäuren aufgebaut? Wie sind Primär-, Sekundär-, Tertiär- und Quartärstruktur aufgebaut? Wie funktioniert die Bindung anderer Moleküle, s.g. Liganden, an Proteine? …), Enzyme und Enzymkinetik, Topobiochemie (Welche biochemischen Vorgänge laufen in welchen Kompartimenten der Zelle ab?) und Molekularbiologie (Was ist DNA und RNA?, Wie funktionieren Replikation, Transkription und Translation? Wie ist ein Gen aufgebaut? …). Am Anfang des 2. Semesters schreibt man dann eine Klausur über den Stoff von Biochemie I.

Im 3. Semester folgt die Vorlesung Biochemie II. Hier werden – aufbauend auf den allgemeinen Grundlagen von Biochemie I – einzelne Stoffwechselwege (z.B. Atmungskette, Pyruvatdehydrogenase-Reaktion und Citratzyklus) und weitere Stoffklassen (Kohlenhydrate und Lipide) bis ins kleinste Detail behandelt. Biochemie II wird wieder mit einer MC-Klausur am Ende des 3. Semesters abgeschlossen.

Im 4. Semester ist Biochemie das Schwerpunktfach, sprich das ganze Semester besteht eigentlich aus fast nichts anderem als Biochemie … Kohlenhydrate, Lipide, Vitamine, Hormone, Wachstumsfaktoren. Am Ende des viertes Semesters steht dann die dritte Biochemie-Klausur an über den Stoff von Biochemie III an.

Integriertes Seminar „Pathobiochemie I und II“:
Das IS Pathobiochemie wird am Ende des 2. Semesters als viertägiges Blockseminar belegt. Es werden darin beispielhaft pathobiochemische Vorgänge besprochen. Im einen Modul beschäftigt man sich mit genetisch bedingten Störungen der Kollagen-Synthese (z.B. der als „Glasknochenkrankheit“ bekannten Osteogenesis imperfecta), im zweiten mit der Entstehung von Leukämien und soliden Tumoren. Jeder muss ein kurzes Referat halten … beide Module werden (in der Regel ziemlich wohlwollend) benotet … und fertig.

Praktikum und Seminar:
Und zur Abwechslung mal wieder ein Praktikum, dieses Mal das Biochemie-Praktikum. In neun Terminen werden über das vierte Semester verteilt – ich sagte ja schon: 4. Semester = Biochemie-Semester – verschiedene biochemische Themen praktisch behandelt. Genauso wie im Physiologie-Praktikum ist auch hier der Testatmodus abhängig vom Dozenten. In der Regel schreibt man am Ende des Versuchstages ein kurzes MC-Testat mit ungefähr zehn Fragen, die gewöhnlich ziemlich gut zu beantworten sind. Manchen Dozenten reicht aber auch einfach eine aktive Mitarbeit um zu bestehen.

Das Seminar besteht aus zwei verschiedenen Arten von Lehrveranstaltungen. Zum einen findet jeweils nach jedem Versuchstag ein einstündiges Abendseminar statt, in dem entweder der Versuchstag nochmal besprochen wird, das jeweilige Themengebiet nochmal vertieft wird oder klinische Bezüge besprochen werden.

Nach Abschluss des Praktikums folgen dann noch sechs Zusatzseminare, die bereits zur Vorbereitung auf das Physikum verwendet werden.

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