Einführung in die klinische Medizin / Berufsfelderkundung

EKM ist eine Art „Schnupperkurs“, in dem die Studenten entweder im ersten oder zweiten Semester ihren späteren Beruf etwas kennen lernen und Einblicke in verschiedene medizinische Fachrichtungen bekommen sollen. Die Veranstaltung besteht aus vielen verschiedenen Terminen:

Klinische Module:
Insgesamt sieben Nachmittage zu je zwei Stunden verbringt man in verschiedenen Kliniken, bekommt einen Vortrag über die Klinik, wird dort von den Ärzten herumgeführt und bekommt die verschiedenen Funktionsbereiche gezeigt. Soweit die Theorie. In der Praxis ist die Qualität dieser Module aber sehr von der Motivation der jeweiligen Ärzte abhängig. Manche geben sich richtig Mühe und füllen die zwei Stunden voll aus (was mehr oder weniger interessant sein kann), wieder andere erzählen eine viertel Stunde etwas und geben einem dann die Unterschrift auf dem Laufzettel – mit dem sinngemäßen Kommentar „das ist doch der einzige Grund, warum ihr eigentlich hier seid“ – und wieder andere kommen gar nicht. Letzteres kann durchaus zum Problem werden, da in dieser Veranstaltung 100 % Anwesenheitspflicht herrscht und auch wenn die Studenten da sind: kein Arzt – keine Unterschrift.

Virtuelle Klinik:
Dieses Modul besteht aus insgesamt zwei Terminen. Eigentlich bestand der Inhalt der Termine einmal daraus, dass Studenten am PC interaktiv klinische Fälle bearbeiten können – daher der Name virtuelle Klinik. Fakt ist aber, dass das Programm dazu irgendwie schon seit Jahren kaputt ist und das Interaktive an der Veranstaltung also daraus besteht, mit dem Dozenten die Fälle anhand einer PowerPoint-Präsentation oder Scrubs-Folgen durchzusprechen.

Basic Anamnese POL:
Auch dieses Modul besteht wieder aus zwei Einzelterminen. Das „POL“ steht dabei für problemorientiertes Lernen, die Studenten sollen sich zusammen mit einem Dozenten selbstständig die Bedeutung und die groben Inhalte einer Anamnese – also des Arzt-Patienten-Gesprächs – erarbeiten.

Klinik für Vorkliniker:
Hierbei handelt es sich um eine Vorlesungsreihe mit insgesamt sechs Vorlesungsterminen. Zu jedem Vorlesungstermin bringt ein Arzt aus verschiedenen Fachrichtungen einen Patienten mit, führt ein beispielhaftes Arzt-Patienten-Gespräch und erklärt danach oder währenddessen die medizinischen Hintergründe seiner Erkrankung (Entstehung, Symptome, Therapie).

Evidencebased Medicine:
Der Name dieser einmaligen Vorlesung im ersten Semester ist auch schon so ziemlich das spannendste an der ganzen Veranstaltung. 1,5 Stunden Vorlesung eines Profs. des Instituts für Naturheilkunde und klinische Pharmokologie, die zur einen Hälfte aus einer Vorstellung seines Instituts und zu anderen Hälfte aus der Erklärung besteht, warum in der medizinischen Behandlung Patienten-orientierte Entscheidungen auf der Grundlage von empirisch nachgewiesener Wirksamkeit getroffen werden sollen. Ich habe den Sinn dieser Veranstaltung einfach noch nicht verstanden … tut mir leid.

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