Med. Psychologie und Med. Soziologie

Vorlesung:
Die Vorlesung Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie findet im zweiten Semester statt, wöchentlich je eine Vorlesungsstunde zur Psychologie und eine zur Soziologie. Thematisiert werden u.a. Depression, Kognition, Stresstheorien, Schlaf, Sexualität, der Zusammenhang von Gesellschaft und Gesundheit bzw. Krankheit, v.a. über Studien, Thesen und theoretische Konstrukte. Das Problem bei Psycho/Sozio ist, dass in der Vorlesung alles sehr einleuchtend und logisch erscheint (frei nach dem Motto: sehr viel Neues gelernt habe ich jetzt aber nicht), die Klausur (die am Ende des Semesters geschrieben wird) eher munteres Rätselraten im Chaos der Thesen und Hypothesen ist, ähnlich wie im Seminar mit klinischem Bezug „Schmerz lass nach!“ (s.u.)

Blockkurs:
Der Blockkurs Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie schließt das zweite Semester ab. Der Kurs erstreckt sich über zwei Wochen, jeweils vormittags und dient der Vertiefung des Vorlesungsstoffs anhand von Fachvorträgen und Selbstexperimenten. Während des Blockkurses muss man außerdem in Gruppenarbeit ein selbst gewähltes Projekt bearbeiten und am Endes des Kurses vorstellen. Sehr beliebt ist dabei die Durchführung einer wissenschaftlichen Studie zu mehr oder weniger reizvollen Themen.

Seminar:
Das Seminar Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie wird – je nachdem wann EKM ansteht – im 1. oder 2. Semester belegt. Das Seminar besteht aus zehn Terminen, die wöchentlich anstehen und je 2 Stunden dauern. Sinn des Seminars ist einzelne Schwerpunkte aus der Vorlesung mit klinischen Beispielen zu verknüpfen. Die Gestaltung des Seminars ist sehr Tutor-abhängig. Bei mir im Seminar musste jeder im Laufe des Semesters ein Referat zu einem der behandelten Themen halten. Am Ende erhält jeder eine Note, die sich aus dem Referat und einer mündlichen Mitarbeitsnote (wie in der Schule) zusammensetzt – diese Noten liegen aber in der Regel mindestens in der oberen Hälfte der Notenskala. Grundsätzlich also eine relativ stressarme Veranstaltung, die man mit einigermaßen durchschnittlichem Engagement auch mit einer guten bis sehr gute Note abschließen kann.

Seminar mit klinischem Bezug „Schmerz lass nach!“:
Dieses Seminar beschäftigt sich mit der Psychobiologie, der Diagnostik und der Therapie von chronischen Schmerzen. Am Ende dieser als Block organisierten Veranstaltung mit drei Einzelterminen (je eine Stunde Vorlesung und zwei Stunden Seminar) solltet ihr u.a. wissen was sensorisch-diskriminative, emotional-motivationale und kognitiv-bewertende Schmerzverarbeitung ist, wofür die Abkürzungen IASP, McGill, SES, KSI, BDI, FPI, AEQ-18, ABF, SVF usw. stehen, wie Biofeedback funktioniert, was der Unterschied zwischen Schmerzschwelle und Schmerztolleranz ist … und vieles mehr. Abgeschlossen wird das Seminar von einer MC-Klausur, die eher an munteres Rätselraten erinnert, in der aber trotzdem die Durchfallquoten auf wundersame Weise extrem niedrig sind (beim letzten Mal sind von 380 Studenten ganze 2 durchgefallen).

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