Physik

Vorlesung:
In der Physik-Vorlesung (vier Stunden pro Woche) kommt sich der gemeine Ersti sehr an die Schule erinnert vor. Der Stoff sollte denjenigen, die im Gymnasium Physik in der Oberstufe belegt haben, sehr bekannt vorkommen und auch sonst erinnert die Vorlesung sehr an Physikunterricht. Der Dozent – ein wirklich herzensguter Mann – macht Aufschriebe auf dem Whiteboard – sodass man tatsächlich selbstständig eigentlich nichts mitschreiben muss – und führt den theoretischen Stoff dann in Experimenten, die im Gegensatz zu Chemie auch meistens funktionieren, vor. Der Stoff – ein Schnelldurchlauf durch die Oberstufen-Physik in der Schule (Mechanik, Hydrostatik und -dynamik, Thermodynamik, Elektrostatik und -dynamik, Optik, Akustik, Ultraschall und Radioaktivität) wird in drei Teilklausuren aufgeteilt abgefragt, wobei das erklärte Ziel des Dozenten ist, dass am Ende wegen ihm niemand sein Medizinstudium beenden muss.

Praktikum:
Im Praktikum werden in mehr oder weniger spaßigen Versuchen die Stoffgebiete der Vorlesung vertieft und in der Praxis angewendet. Das Praktikum besteht – wie das Chemie-Praktikum auch – aus zehn Versuchstagen zu je drei Stunden zu unterschiedlichen Themengebieten, verteilt auf das ganze Semester … wobei sich an manchen Versuchstagen diese drei Stunden schon seeeeeeeeeeehr lang hinziehen.

Seminar mit klinischen Bezügen „Treat the patient, not the monitor“ – Medizintechnik:
Denkbar langer Name für ein kurzes, knackiges Blockseminar am Ende des ersten Semesters. Dieses Semester dauert insgesamt zwei Tage und besteht aus einem Theorie- und einem Praxisteil. Im Theorieteil wird in vier Stunden erklärt, auf welchen physikalischen Phänomenen die Blutdruckmessung, die Pulsoxymetrie, das EKG und eine Ultraschall-Untersuchung beruht und wie ein Laser funktioniert. Im achtstündigen Praxisteil wird das Gelernte dann in der Praxis angewandt: man misst Blutdruck, interpretiert Sauerstoffsättigungswerte, schreibt EKGs, schallt sich gegenseitig den Bauch und sieht sich Filme von Augenlaser-OPs an. Abgeschlossen wird das Seminar mit einer schriftlichen Klausur, wobei auch bei dieser Klausur die Einstellung des Physik-Dozenten gilt.

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