Terminologie

Termi ist der erste Schein, den man im Medizinstudium an meiner Uni bekommt und soweit ich weiß hat es die letzten Jahre nie jemand geschafft, durch Termi durchzufallen. Das „Praktikum der medizinischen Terminologie für Mediziner und Zahnmediziner“ (so der hochtragende, offizielle Name dieser Veranstaltung) besteht aus zwei Veranstaltungsreihen: einer Vorlesung und einem Seminar … bloß eben keinem Praktikum.

Letzten Endes ist Terminologie ein Latein-Crashkurs, der Latein auf zwei der sechs Fälle beschränkt: Nominativ und Genitiv. Dazu noch ein bisschen Adjektive, Attribute und ein noch vieeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeel kleineres Bisschen Griechisch: fertig ist das Termi-Süppchen. Die Lehrveranstaltungen in Terminologie finden auch nur in der ersten Hälfte des ersten Semesters statt: insgesamt umfasst die Vorlesungsreihe sechs Termine à 1,5 Stunden und das Seminar ebenfalls sechs Termine zu je 2 Stunden. Ab dem 2 Seminartermin schreibt man jedes mal ein Testat über das Thema des letzten Seminars, wobei das Anforderungsniveau doch sehr überschaubar ist. Das könnte auch daran liegen, dass der Prof. – der sich in den Vorlesungen übrigens immer sehr viel Mühe gibt mit Ausschnitten aus diversen Arztserien und Show-Einlagen das doch etwas trockene Thema möglichst unterhaltsam zu vermitteln – der lobenswerten Ansicht ist, dass Terminologie kein Fach sein sollte, weswegen man Probleme in seinem Medizinstudium kriegt.

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