Suchbegriffe

Es ist immer wieder spannend in den Suchbegriffen zu wühlen, die euch zu diesem Blog geführt haben. Deshalb möchte ich hier mal auf einige wenige eingehen:

blaulichtgeschichten: eine meiner Kategorien, in denen ich über manchmal mehr, manchmal weniger alltägliche Erfahrungen aus dem Rettungsdienst schreibe

kitteltraeger: ja, das bin ich. 😉

korneozyt: abgestorbene Zellen in der obersten Schicht der menschlichen Epidermis, dem Stratum disjunctum

zelle mikroskop: das eine guckt man durch das andere in Histologie an

durchtrittsstellen zwerchfell: Ein etwas umfangreicheres Thema, im Situs-Testat übrigens sehr gern gefragt. Im Zwerchfell gibt es mehrere Öffnungen, durch die verschiedene Strukturen aus der Brusthöhle in die Bauchhöhle oder zurück in die Brusthöhle treten. Wichtige Öffnungen des Zwerchfells mit den durchtretenden Strukturen sind:

  • Hiatus oesophageus: Oesophagus, linker N. phrenicus, Trunci vagales als Fortsetzung der beiden Nn. vagi
  • Foramen venae cavae: V. cava inferior, rechter N. phrenicus
  • Hiatus aorticus: Aorta, Ductus thoracicus
  • Trigonum sternocostale: A. und V. epigastrica superior

nach coopertest zusammenbrechen: ist mir jetzt nie passiert, kann es aber natürlich

mischung dormicum und propofol:  nach eigener Erfahrung beliebte Sedierung bei einer Koloskopie

anatomie klausur durchgefallen: Ist mir glücklicherweise erspart geblieben, kann aber gut mal passieren. Das ist aber beim ersten Mal kein Grund gleich den Teufel an die Wand zu malen oder sein Medizinstudium an den Haken zu hängen, man hat für jede Klausur drei Versuche: den Haupttermin und zwei Wiederholungsklausuren. Allerdings verliert man spätestens bei der zweiten Wiederholungsklausur meistens mindestens ein Semester, in der Vorklinik eher ein Jahr. Bei dreimaligem Nichtbestehen folgt die Exmatrikulation, dann ist das Studium wirklich zu Ende.

keine ablösung nach 12 stunden schicht im rettungsdienst: D zugegebenermaßen ein ziemlicher Mist, noch mehr wenn dann auch noch der Melder geht und der Feierabend in noch weitere Ferne rückt. In meinem Rettungsdienstbereich ist das glücklicherweise ziemlich eindeutig geregelt: Im Krankentransport darf die Leitstelle einen Auftrag, der maximal 15 Minuten über die eigentliche Arbeitszeit hinausgeht, ohne anzufragen schicken. Wird der Auftrag absehbar mehr als 15 Minuten über das Dienstende hinausgehen, muss die Leitstelle das davor mit der Fahrzeugbesatzung abklären. Anders ist die Situation natürlich bei Notfalleinsätzen. Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass ich glücklicherweise noch nie in der Situation war, dass nach 12 Stunden einfach keine Ablösung kam.

arbeitskreis zukunft brk neustadt aisch: keine Ahnung, was das mit meinem Blog zu tun hat

Cooper-Test – oder: 12 Minuten Spaßbremse

Wer – wie ich – heute in der Physiologie-Vorlesung an meiner Uni zum Thema „Arbeits-, Sport- und Leistungsphysiologie“ saß, bekam endlich die Bestätigung dafür, welchen Nutzen der Cooper-Test in der Schule – Schrecken vieler Schüler, vor allem der unsportlicheren – zu denen ich glücklicherweise nie gehörte – unzählige 12 qualvolle Minuten (ok, ich übertreibe ein bisschen 😉 ), wirklich hat … kurze Antwort: GAR KEINEN! So zumindest heute die Aussage meines Physio-Profs.

Inhalt des Cooper-Tests ist ja bekanntlich, in der vorgegebenen Zeit von 12 Minuten eine möglichst große Strecke zurückzulegen. Weniger bekannt ist aber, dass der Cooper-Test eigentlich ein Test aus der Sport- und Leistungsmedizin ist und nicht dazu erfunden wurde, Sportnoten zu vergeben, sondern um die Leistungsfähigkeit von Leistungssportler zu messen. Das Problem am Cooper-Test ist nämlich, dass die Testperson – der Sportler – für ein sinnvolles Ergebnis über die 12 Minuten eine konstante Leistung bringen muss. Diese Fähigkeit besitzen aber leider nur einigermaßen Trainierte. Untrainierte neigen entweder dazu, von Anfang an volle Leistung zu geben um dann nach 2 Minuten hechelnd und kurz vor dem Zusammenbrechen (ihr seht, ich neige manchmal etwas zu Übertreibungen) aufzugeben, oder sich bis kurz vor Ende des Tests zu schonen um dann nochmal richtig durchzustarten. Beides ist auf den eigentlichen Sinn des Cooper-Tests bezogen ziemlicher Quatsch.

Ich erinnere mich selber an die Cooper-Tests in meiner Schulzeit und  – das sage ich jetzt als Sohn eines Sportlehrers (Grüße an meinen Papa 😉 ): wirklich Spaß hat mir das nie gemacht, fehlte mir doch das konkrete Ziel vor Augen (z.B. noch 800 Meter bis zum Ziel, dann ist es geschafft). Außerdem war ich tendenziell Sprinter denn Dauerläufer. Jedenfalls wurde ich – und wahrscheinlich viele andere im Hörsaal auch – durch die Aussagen des Profs. bestätigt. Ich zitiere: „Hätte mich das Ministerium mal gefragt, hätte ich denen schon gesagt, dass der Cooper-Test in der Schule keinen Sinn macht. Aber leider hat mich das Ministerium nie gefragt, deshalb müssen Sie auch heute noch in der Schule den Cooper-Test machen.“