Wie die Zeit vergeht

Es ist vollbracht. Das letzte mündliche Präp-Kurs-Testat ist bestanden! Es hätte zwar besser laufen können, aber abgehakt. Apropos abgehakt. Haken machte meine Prüferin auch gern.

Das Testat begann wie alle mündlichen Testate bisher mit fünf anatomischen Strukturen, die ich am Körperspender zeigen musste. Diese waren nicht sonderlich schwer und deshalb kein Problem. Danach ließ mich die Prüferin die Fossa pterygopalatina (bekannterweise ein seeeehr beliebtes Thema bei ihr) rauf- und runterbeten. Mit allen knöchernen Begrenzungen, allen Öffnungen (und den jeweiligen Schädelhöhlen mit denen die Fossa pterygopalatina durch ihre Öffnungen in Verbindung steht, alle Strukturen, die durch diese Löcher hindurchtreten (Arterien, Venen und Nerven mit all ihren Aufzweigungen). Dort kam ich dann leider irgendwann etwas ins Straucheln.

Nun zum Ganglion pterygopalatinum, einem Ganglion in eben jener Fossa, die wir gerade schon durchgekaut hatte. Wo kommen die präganglionären Fasern her, die zum Ganglion ziehen, welche werden am Ganglion umgeschaltet, welche nicht, wo ziehen die postganglionären Fasern hin und was innervieren sie. Das lief dann wieder deutlich besser. Nach 10 Minuten klingelte ihre Stoppuhr, normalerweise wäre das Testat jetzt zu Ende gewesen. Problem: Sie hatte mich aber ja erst zu einem großen Thema ausgefragt (das allerdings detailliert). Also noch einmal eine Frage: „Zählen Sie mir bitte die äußeren Zungenmuskeln auf, mit Ursprung, Ansatz, Innervation und Funktion.“ Ich war erleichtert. Das war ein Thema, was mein einfach runterleiern konnte. Und so bekam ich dann nach ca. 15 Minuten Testat (ungewöhnlich lang) mitgeteilt, dass ich bestanden hatte.

Und warum mag die Prüferin jetzt Haken, mag sich der ein- oder andere fragen? Die Prüfungsatmosphäre war ähnlich angenehm wie bei meinem Situs-Testat: ruhig, entspannt, freundlich, keine einzige unfaire Frage. Der Unterschied zum letzten Testat lag im Prüfungsmodus. Während mein Prüfer beim letzten Mal ein Fan von offenen Fragen war, über die man Minuten lang aus dem Bauch heraus referieren und sein Wissen zeigen konnte, hatte die Prüferin bei diesem Testat eine genaue Liste von Aspekten, die sie hören wollte. Und Punkte gab es nur, wenn sie ein Thema auf ihrer Liste abhaken konnte. Alles was man sonst noch wusste, war zwar schönes Beiwerk, half aber nichts.

Aber sei’s drum. Trotzdem bin ich meiner Prüferin für das Testat dankbar. Es war eine Prüfung, die gut zu bestehen war, wenn es vielleicht auch schwierig war, eine sehr gute Note zu bekommen.

Inzwischen hat die Vorbereitung auf die letzte Prüfung in diesem Semester begonnen: das schriftliche ZNS-Testat. Immerhin: Der Lernzielkatalog ist wieder etwas geschrumpft. Von 16 zurück auf 14 Seiten. Aber das sind jetzt noch einmal 2,5 Wochen am Riemen Reißen und dann ist das Semester fast vorbei. Noch 1,5 Wochen Blockseminare, aber ohne Note, ohne Klausur. Also sehr entspannt.

Unglaublich, wie schnell dieses Semester wieder vergangen ist. Es ging wirklich Schlag auf Schlag, ein Testat nach dem anderen. Insgesamt 12 dieses Semester bisher, und schon sind vier Monate rum. Und in nicht mehr ganz acht Monaten steht das Physikum an.

Bevor ich mir jetzt aber anfange Gedanken über das Physikum zu machen: Das kommende Wochenende ist endlich mal wieder eines zum genießen und zum Spaß haben. Morgen geht es wieder einmal mit den Kollegen vom DRK zum Nachtrodeln, was so viel heißt wie: hunderte Verrückte stürzen sich mit einem normalen Holzschlitten unter Flutlicht eine rote Skipiste runter und versuchen heil unten anzukommen. Letztes Jahr musste dieser Ausflug leider wegen schlechter Pistenverhältnisse ausfallen (auf Gras rodelt sich’s einfach schlecht) – dieses Jahr sieht es wieder gut aus.

Und wenn wir das Nachtrodeln unbeschadet überstanden haben, steht am Sonntag gleich noch der erste große San-Dienst des Jahres beim örtlichen Narrenumzug an. (Und nein, ich meine keine PEGIDA-Demonstration, auch wenn diese ungefähr den gleichen Inhalt haben. 😉 Aber PEGIDA gibt’s in meiner Heimatstadt zum Glück noch nicht)

Ich freu mich drauf.

Alle Jahre wieder

Hinter mir liegen fünf Tage, in denen ein Highlight auf das andere folgte. Letzten Samstag war der Kittelträger mit seiner Gartenzwergthea im örtlichen Erlebnisbad, dem Wonnemar beim Candle-Light-Abend: vier Stunden lang im Schein von Kerzen und Fackeln, Cocktails schlürfend im Wasser treiben lassen, abschalten, rutschen und jede Menge Spaß haben. Der Abend läutete das nächste, noch viel größere Highlight ein, das größte vorweihnachtliche Geschenk: am 22. Dezember jährte sich es, dass wir beiden ein Paar wurden. Wenn ich zurückdenke an das vergangene Jahr: unglaublich, was wir in diesen 365 Tagen gemeinsam erlebt haben. Und morgen geht es ähnlich weiter: Skifahren am Fellhorn (ich hoffe mal, ich muss den nächsten Artikel nicht irgendwo aus einer chirurgischen Notaufnahme schreiben 😉 ) dann Silvester und am 4. Januar Nachtrodeln mit den Kollegen vom DRK Ortsverein in Ofterschwang.

Wenn das nächste Jahr so weiter geht wie 2013 aufhört wird es ein schönes Jahr. Und genau das wünsche ich euch auch. Genießt frohe Tage zwischen den Jahren und kommt gut ins neue Jahr 2014. Ich werde mich wieder melden. Bis dahin grüßt euch,

euer Kittelträger